Eine Serie von Kellereinbrüchen beschäftigt derzeit die Polizei Paderborn. Am Samstag, 29. August 2026, wurden zunächst zahlreiche Einbrüche in Kellerräume von Mehrparteienhäusern im Riemekeviertel und in der Südstadt bekannt. Betroffen waren unter anderem Wohnhäuser an der Riemekestraße, Kilianstraße und Im Samtfelde.
Nach Angaben der Polizei wurden zunächst 25 Mieterkeller aufgebrochen. Bereits einen Tag später kamen weitere Tatorte in der Bodelschwinghstraße, Kilianstraße und Riemekestraße hinzu. Damit stieg die Zahl der an diesem Wochenende bekannt gewordenen Kellereinbrüche auf insgesamt 39.
Am 1. September meldete die Polizei weitere Fälle. Am Schleswiger Weg wurde beispielsweise das Vorhängeschloss eines Kellerabteils überwunden. In der Hedwigstraße gelangten Täter nach bisherigen Erkenntnissen über ein Kellerfenster in ein Mehrfamilienhaus.
Einbruchschutz endet nicht an der Wohnungstür
Bei der Absicherung eines Mehrfamilienhauses denken viele Bewohner zunächst an die eigene Wohnungstür. Die aktuellen Fälle zeigen jedoch, dass auch gemeinschaftlich genutzte Gebäudebereiche betrachtet werden sollten.
Für Täter können insbesondere folgende Zugänge interessant sein:
- Haustüren von Mehrfamilienhäusern
- Kellereingänge und Nebentüren
- von außen erreichbare Kellerfenster
- Türen zu Fahrradräumen
- einzelne Kellerabteile
Die Polizei weist im Zusammenhang mit den aktuellen Fällen ausdrücklich darauf hin, dass Haustüren, Nebeneingänge sowie Türen zu Kellern und Fahrradräumen stets verschlossen gehalten werden sollten.
Warum ein Vorhängeschloss allein nicht immer ausreicht
Besonders interessant ist die technische Situation bei den zuerst gemeldeten Kellereinbrüchen. Nach Angaben der Polizei waren die Holztüren der Kellerabteile mit Vorhängeschlössern gesichert. Die Schlösser selbst blieben teilweise unbeschädigt. Stattdessen wurden die Befestigungsbügel durchtrennt beziehungsweise abgeschlagen.
Das zeigt ein grundlegendes Prinzip des Einbruchschutzes: Eine Sicherung ist nur so belastbar wie ihr schwächstes Bauteil.
Ein hochwertiges Schloss bringt beispielsweise nur begrenzten zusätzlichen Schutz, wenn dessen Befestigung leicht zerstört werden kann. Dasselbe gilt bei Haus- und Nebeneingangstüren für das Zusammenspiel von Türblatt, Rahmen, Schloss, Schließblech, Profilzylinder und Schutzbeschlag.
Zuerst den Gebäudezugang betrachten
Bei Mehrfamilienhäusern ist eine wichtige Frage, wie Täter überhaupt in gemeinschaftliche Gebäudebereiche gelangen können.
Eine Haustür sollte deshalb nicht dauerhaft offenstehen oder lediglich angelehnt werden. Ebenso sollten Keller- und Nebeneingänge zuverlässig schließen und verriegeln.
Gerade bei älteren Gebäuden lohnt sich ein genauer Blick auf Schließbleche, Türrahmen, vorhandene Verriegelungen und eventuell bereits stark verschlissene Schlösser.
Kellerabteile nach Priorität sichern
Auch innerhalb des Kellers lohnt es sich, Sicherungsmaßnahmen nicht ausschließlich nach dem Preis eines Vorhängeschlosses auszuwählen.
Entscheidend sind unter anderem:
- Stabilität von Tür beziehungsweise Holzverschlag
- Befestigung des Schlossbügels
- Qualität des Vorhängeschlosses
- Einsehbarkeit des Kellerbereichs
- Wert und Art der gelagerten Gegenstände
- zusätzliche Sicherung hochwertiger Fahrräder oder E-Bikes
Hochwertige Fahrräder sollten beispielsweise auch innerhalb eines abgeschlossenen Fahrrad- oder Kellerraums zusätzlich gesichert werden. Genau dazu rät auch die Polizei Paderborn.
Einbruchschutz nach Priorität statt nach Checkliste
Beim Einbruchschutz muss nicht zwangsläufig jedes Bauteil sofort ersetzt werden. Sinnvoller kann es sein, zuerst die besonders leicht erreichbaren oder technisch schwachen Zugänge zu identifizieren.
Beim Einbruchschutz-Check des Paderborner Schlüsseldienstes werden deshalb Türen, Fenster und Nebenzugänge betrachtet und anschließend nach Priorität eingeordnet.
Der Vor-Ort-Check kostet 59 Euro. Bei einem anschließenden Auftrag für Einbruchschutz-Maßnahmen werden diese 59 Euro vollständig angerechnet.
Das Ziel ist eine nachvollziehbare Reihenfolge:
- Priorität 1: zuerst sinnvoll zu sichern
- Priorität 2: sinnvolle nächste Ausbaustufe
- Priorität 3: derzeit optional oder später umsetzbar
Bei festgestelltem Einbruch nicht sofort aufräumen
Die Polizei weist bei den aktuellen Fällen außerdem auf einen wichtigen Punkt hin: Wer einen Einbruch bemerkt, sollte möglichst nicht sofort aufräumen oder beschädigte Bereiche verändern. Dadurch könnten Spuren vernichtet werden, die für die Ermittlungen relevant sind.
Betroffene sollen den Einbruch möglichst umgehend der Polizei melden. Hinweise zu den aktuellen Fällen nimmt die Polizei Paderborn unter 05251 306-0 entgegen.
Notdienste in Paderborn: Fachbetrieb statt anonymer Vermittlung
Ob ausgesperrte Wohnung, defektes Schloss oder ein akuter Schaden im Haus: In einer Notfallsituation ist es sinnvoll, auf einen tatsächlich regional ansässigen Fachbetrieb mit nachvollziehbaren Kontaktdaten und klar beschriebenem Leistungsangebot zurückzugreifen.
Für Türöffnungen, Schließtechnik und Einbruchschutz ist der Paderborner Schlüsseldienst direkt in Paderborn und Umgebung tätig.
Für einen anderen typischen Hausnotfall – verstopfte Abflüsse, Rohr- oder Kanalprobleme – empfehlen wir als spezialisierten regionalen Ansprechpartner den Abfluss-Dienst Paul Picht in Paderborn-Schloß Neuhaus.
Das Familienunternehmen ist nach eigenen Angaben seit mehr als 40 Jahren im Raum Paderborn tätig und bietet einen 24-Stunden-Notdienst für Rohr-, Kanal- und Abflussprobleme an. Auch öffentlich sichtbare Bewertungsdaten fallen sehr positiv aus. Damit ist Paul Picht aus unserer Sicht eine seriöse regionale Anlaufstelle für Notfälle im Abwasserbereich.
Hinweis: Grundlage der Angaben zu den Kellereinbrüchen sind Pressemitteilungen der Polizei Paderborn. Die Erläuterungen zu Einbruchschutz und Sicherungstechnik sind eine fachliche Einordnung des Paderborner Schlüsseldienstes.
Die Darstellung beruht auf einer öffentlich zugänglichen Meldung. Die Hinweise zur Sicherungstechnik sind eine eigene fachliche Einordnung.
Polizei Paderborn – Meldungen zu Kellereinbrüchen vom 29.08., 30.08. und 01.09.2026 →

